Die Drei Fragezeichen und die Horrorspieldramaturgie

Synthesizerintro.

Papageienlaute.

Es war spät in der Nacht, als sich die drei Fragezeichen plötzlich mit einem neuen Fall konfrontiert sahen. Ein aufgebrachter Anrufer hatte ihnen soeben eine mehr als merkwürdige Nachricht auf dem Anrufbeantworter der Zentrale hinterlassen: „Hallo. Ich bin Paul. Ich habe gerade eines dieser Horrorspiele auf dem Computer gespielt. Ich bin beileibe kein Kenner, aber nachdem die Mundpropaganda so groß war musste ich einfach Amnesia: The Dark Decent und Outlast spielen. Und was soll ich sagen. Ich bin am Ende.“

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You Are Dead! – Der Tod in Videospielen zwischen dem Ludischen und der Narration

Vorletztes Semester besuchte ich ein wunderbares Game Studies Seminar im Rahmen meines Filmwissenschafts-Studienganges. Dieses Seminar habe ich nun mit einer Hausarbeit abgeschlossen, in der ich mich mit dem Tod in Videospielen befassen wollte. Da so eine Hausarbeit durchaus ihre Grenzen – vor allem bei Betrachtung der Länge – hat, entschied ich mich dafür, mich auf die Spiele Limbo und Heavy Rain zu konzentrieren, da diese gänzlich gegensätzlich mit dem Tod der Spielfigur umgehen. Heraus kam nun also diese Hausarbeit die einen Blick allemal Wert ist.

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Zum Glück gibt es so viele scheiß Spiele

Die Videospiele heutiger Zeit sind drogenabhängige Prostituierte. Die großen Konsolen zu Opfertempeln verkommen. Wir stehen am Rande der Szenerie und blicken über eine sich meilenweit erstreckende Ödnis. Zu beiden Seiten sinken die Gefährten auf die Knie und verfluchen ihren Gott. Sie rufen ihn an, er möge diese Welt mit einer Sintflut überdecken, auf dass diese Grausamkeit dem Blick verwehrt bliebe. Also sprach Gott, so sei es denn, und er öffnete des Himmels Schleusen. Und die Fluten verschlangen die Erde und all die Ungestalten, die auf ihr wanderten. Fortan ward die Ödnis niemals wieder gesehen.
Die Gottesanbeter jedoch trieben durch das unendliche Meer. Regungslos und ohne Ziel. Denn sie wussten nicht, wohin sie zuerst schwimmen sollten.

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Bettgeschichten in Beyond: Two Souls

Liebes Tagebuch,

heute war ich in Afrika und habe einen Auftrag für die CIA gemacht. Das war ziemlich langweilig. Der ganze Auftrag hat sich unglaublich hingezogen, ohne dass irgendwas spannendes passiert ist. Am Ende wurde es nochmal kurz interessant, aber dann kam Ryan. Ryan ist doof. Ich mag ihn nicht. Er ist voll der Klischee-Amerikaner aus einem Fitnessstudio mit einem Klischee-Gesicht und einer Klischee-Frisur. Michael Cera mochte ich mehr. Und jetzt muss ich fliehen. Jetzt wird wieder alles so überstilisiert und stressig inszeniert. Ich würde mich lieber in mein Bett legen.
Oh, da kommen schon die nächsten Cops, die Aiden jetzt mit Autos bewerfen muss. Machs gut liebes Tagebuch. Bis zum nächsten Mal.

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Früher war alles besser

Ich habe mir soeben die Special Edition eines der letzten Exklusivtitels der PlayStation 3, nämlich Beyond: Two Souls vorbestellt. Das mag für den geneigten Leser keine Besonderheit darstellen. Bei diesem Spiel handelt es sich aber tatsächlich um den ersten, und das sei an dieser Stelle nochmals besonders betont, den allerersten Vollpreistitel, den ich mir käuflich erwerbe. Doch warum ist dies für mich just in diesem Moment so etwas besonderes? Bin ich nicht lediglich auf die Marketingstrategien von Sony und Quantic Dream angesprungen, um somit mehr Geld in das System zu pumpen? Das bringt mich zum Grübeln. Und wie ich so am Grübeln bin, gleiten meine Gedanken ab in vergangene Zeiten.

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Das Internet ist um ein Videospiele-Blog reicher

Herzlich willkommen liebe Leser.

In diesen obligatorischen ersten Posts auf einem Blog schreibt man ja immer so, was einen auf dieser Seite zu erwarten hat.
Das Problem hierbei ist jedoch nur, dass zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels und des zugehörigen Blogs noch überhaupt nicht feststeht, was genau hier zu erwarten ist.

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