Paranostalgical Activity

PLAY. 1

Waffe wählen. Aus dem Aufzug steigen. Den nächsten Raum betreten. RAVEN!

Auf diese simple Formel lässt sich der Indie-Shooter Paranautical Activity tatsächlich bringen und das gefällt mir. Tutorial, ellenlange Erklärungen, elaborierte Narration? Wären kontraproduktiv, zerstören die Mystik. In bester Roguelike-Tradtion findet man die relevanten Fakten lieber selbst heraus. Das Prinzip von Trial and Error bewahrt hier eine Facette des Spielerischen, die vielen modernen Games auf der Hälfte des Weges irgendwie abhanden gekommen zu sein scheint und erst relativ kürzlich durch andere Indie-Releases wie Binding of Isaac zu neuer Popularität gelangte. Es katapultiert uns als Spieler zurück in eine Zeit, in denen viele Dinge einfach einfach waren: Ohne viele Schnörkel und unnötiges Dekor. Münze einwerfen und zocken. Arcade-Style.

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Zum Glück gibt es so viele scheiß Spiele

Die Videospiele heutiger Zeit sind drogenabhängige Prostituierte. Die großen Konsolen zu Opfertempeln verkommen. Wir stehen am Rande der Szenerie und blicken über eine sich meilenweit erstreckende Ödnis. Zu beiden Seiten sinken die Gefährten auf die Knie und verfluchen ihren Gott. Sie rufen ihn an, er möge diese Welt mit einer Sintflut überdecken, auf dass diese Grausamkeit dem Blick verwehrt bliebe. Also sprach Gott, so sei es denn, und er öffnete des Himmels Schleusen. Und die Fluten verschlangen die Erde und all die Ungestalten, die auf ihr wanderten. Fortan ward die Ödnis niemals wieder gesehen.
Die Gottesanbeter jedoch trieben durch das unendliche Meer. Regungslos und ohne Ziel. Denn sie wussten nicht, wohin sie zuerst schwimmen sollten.

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